Was ist der Unterschied von sogenannten „Billigwelpen“ und einer reinrassigen Französischen Bulldogge von einem seriösen Züchter.


Beginnen wir mit der Aufklärung „Hobbyzüchter“:


Hobby ist immer etwas das Geld kostet und keines bringt. Alle Züchter die unter der Aufsicht der FCI, dem ÖKV (in Österreich) und des ÖCFB züchten, sind sogenannte Hobbyzüchter. Diese Züchter züchten nach strengen Richtlinien, investieren viel Geld und Zeit in ihre Zucht.


Für all jene die glauben dass unser Züchter bei einer Ausstellung für das Präsentieren ihrer Hunde Geld erhalten: Nein, das ist nicht der Fall. Eine Ausstellung kostet pro Hund €50,- ohne Übernachtungs- und Benzinkosten. Rechnen Sie sich jetzt aus was alleine ein einziger Ausstellungstag kostet, wenn der Züchter nur 2 seiner Hunde ausstellt.


Sie glauben unsere Züchter sind Tierquäler weil sie ihre Bullys einem Richter vorführen?:

Nein, das sind sie nicht! Eine Ausstellung ist nötig damit die Hunde von internationalen Richtern bewertet werden. Dies ist notwendig für die Zucht, denn diese Richter achten auf das Wesen, die Gangart (diese sagt sehr viel über den Hund aus) , das allgemeine Erscheinungsbild und letztendlich natürlich auf die „Schönheit“ des Hundes.


Sie finden es ist eine Zumutung dass die Ausstellungshunde in Gitterboxen sitzen?:

Diese Boxen sind als Schutz für unsere Hunde gedacht. Stellen Sie sich vor welchen Stress unsere Bullys ausgesetzt wären, wenn diese Menschenmengen die auf einer Ausstellung sind, ständig unsere Hunde anfassen oder ihnen auf die Pfoten treten.


Was bedeutet das Wort „reinrassig“:

Reinrassig ist ein Hund mit einer Ahnentafel registriert bei der FCI, und dem ÖKV (in Österreich)

Eine Französische Bulldogge ohne Ahnentafel ist ein Hund „vom Typ“ Französische Bulldogge.


Wozu eine Ahnentafel? Ich möchte ja nicht züchten und auch auf keine Ausstellung gehen:

Hinter einer Ahnentafel der FCI und dem ÖKV steckt um vieles mehr als nur die Möglichkeit zu züchten oder eine Ausstellung zu besuchen.

Nur so hat man die Garantie dass Ihr Bully „reinrassig“ ist und sich weltweit registrierte Züchter um diese Rasse bemühen.

Die Auslese von Zuchthunden (die für unsere Züchter genauso „Liebhaberhunde“ sind) ist äusserst wichtig. Unsere Züchter besuchen Schulungen, befassen sich mit den Ahnen der Zuchthunde um nach bestem Wissen gesunde und wesensfeste Bullys zu züchten.

Es gibt bei einer Verpaarung zweier Hunde sehr viel zu beachten und unsere Züchter fahren oder fliegen sehr weit zum passenden Deckrüden, oder um sich die besten Linien zu kaufen.


Was benötigt bei uns ein Bully um in die Zucht zu kommen:

Vorzügliche Ausstellungsergebnisse, Belastungstest, Patellauntersuchung (die nur von speziell dafür geschulten Tierärzten anerkannt werden) und ein Wirbelsäulenröntgen. Alle Untersuchungen müssen unserem Clubtierarzt vorgelegt und mit ihm besprochen werden. Auch unsere Zuchtwarte sind dabei anwesend und über alle unsere Zuchthunde informiert.


Wenn Sie jetzt ein wenig mitgerechnet haben, kommen Sie sicher schon auf eine recht nette Summe wenn man bedenkt dass ein Züchter:


seine Hündin anschaffen muss: ab € 2000,- exkl. Flug für sich und den Welpen oder der Autofahrt (hier gibt es noch keine Garantie für eine Zuchttauglichkeit!). Dann wird der Bully zwischen 5 und 10 mal ausgestellt und die Gesundenuntersuchungen gemacht. Wenn diese positiv sind, darf die Hündin gedeckt werden und beim Wurf stellt sich erst heraus ob sie für die Zucht geeignet ist.

Bis hier her haben wir schon sehr viel Geld ausgegeben ohne eine Garantie!!

Wenn alles gut geht, geht es weiter:

die Hündin wird dem Tierarzt zwecks einem Keimabstrich vorgestellt, Kosten für die Blutabnahme, das Antibiogramm und dem Abstrich.

Nach einer Woche wieder zum Tierarzt, Blutabnahme für die Decktagbestimmung. Das hat man dann alle 2 Tage bis der Wert für den besten Decktag passt. Dies ist absolut erforderlich um nicht zum falschen Zeitpunkt 1000 km weit entfernt beim Deckrüden zu stehen und keiner der beiden Hunde hat Interesse am anderen. Bedenken Sie bitte, unsere Züchter müssen sich für diese Zeit eventuell Urlaub nehmen und / oder sie brauchen einen Hundesitter für die anderen Hunde . Auch der Deckrüdenbesitzer kann nicht immer parat stehen, auch dieser muss oft einen Urlaubstag opfern.

Also richtiger Tag, ab zum Deckrüden fahren oder fliegen und dafür eine Deckgebühr von bis zu €3000,- bezahlen, Übernachten zum Nachdecken usw.

Auch wenn der Züchter einen Deckrüden zu Hause hat: auch dieser musste gekauft werden, braucht die Untersuchungen, Ausstellungen usw., die Tochter - die man sich behält - darf er nicht decken .....

Rechnen Sie noch mit?


Was ab jetzt die Hündin alles mehr benötigt werde ich hier nicht aufzählen.


24 Tage später... Hurra die Hündin hat aufgenommen....

Kosten für Ultraschall fallen an,

55 Tage... Hurra die Hündin erwartet 4 Welpen

Kosten für das Röntgen fallen an.

Die Wurfkiste ist auch nicht umsonst, auch wenn man einen Bastler im Haus hat.


Wenn jetzt alles gut geht und die Hündin 4 Welpen zur Welt bringt, kommen Kosten wie:

Ahnentafeln

Zuchtwart

Impfungen

Entwurmungen

Gesundenuntersuchung der Welpen

Chipen

Spielzeug

Die Waschmaschine lauft permanent, was die Lebensdauer erheblich verkürzt, Waschpulver, Strom (auch für Heizkissen oder Rotlichtlampe)


Unsere Hündinnen dürfen max. 4 Mal in ihrem Leben belegt werden, meistens machen unsere Züchter aber nur 2-3 Würfe. Ein Jahr Pause ist selbstverständlich.


Haben Sie bis hier her mitgerechnet?


Dann wissen Sie sicher was unsere Züchter an ihrem Hobby verdienen!

Vielleicht hat ein Züchter Glück und er hat einmal einen größeren Wurf,

vielleicht hat er aber Pech und eine Hündin bleibt leer, hat nur 1-2 Welpen oder die Welpen überleben nicht obwohl man 24 Stunden pro Tag für sie da ist.

Wie viel verdient er dann??

Ich würde sagen, auf jeden Fall das Lob, dass er so bemüht ist diese äusserst liebenswerte Rasse

mit so viel Hingabe und Freude zu züchten.

Viele sagen: Warum züchtet man - wenn eh nichts über bleibt ?

Natürlich aus Liebe zur Rasse!

Denn andere Hobby's wie Tennis, Golf, Fußball usw. kosten auch Geld.


Der ÖCFB bedankt sich an dieser Stelle bei seinen Züchtern!




So, jetzt sind wir bei den „Billighunden“ wobei wir diesen Ausdruck nicht leiden können, denn der arme Bully der produziert wird, kann ja nichts dafür.


Anschaffung der Mutter des „Typ Französische Bulldogge“

ca. € 400,- Fahrtkosten fallen weg, meist wird sie eh zum nächstgelegenen Parkplatz geliefert.

Den Rüden dazu haben diese selbst ernannten „Hobbyzüchter“ (welche sie ja nicht sind, siehe oben)

meist auch im Haus oder der Nachbar oder Freund hat einen. Vielleicht sind es ja sogar Geschwister die gemeinsam „geliefert“ wurden. Wäre ja auch egal, es fragt ja niemand danach. Was zählt ist der Preis und der ist super!


Ausstellungen?

Brauchen wir nicht, das sind ja alles Tierquäler die das machen.


Untersuchungen?

Gibt es keine.


Schulungen:

Gibt es keine


Vorsorgeuntersuchungen?

Gibt es keine.


Anfahrtskosten zum Deckrüden?

2x um die Ecke


Deckgebühr?

Fällt wahrscheinlich weg.


Ahnentafel, Zuchtwart?

Gibt es nicht.


Belegung bei jeder Läufigkeit bis die Hündin keine Kraft mehr hat.


Futter: Abfälle


Beschäftigung mit den Elterntieren und Welpen ? Keine


Lieber Welpeninteressent,


wer von den beiden „Züchter“ verdient jetzt etwas?